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Bundesliga ist nicht schwer – Kreisliga dagegen sehr! – Teil 2

Teil 2: Spitzbuben und Nervensägen am Trainingstag

Nachdem es im ersten Teil unserer neuen Kolumne um die Spitzbuben rund um einen Spieltag ging, widmen wir uns heute allen Nervensägen, die an einem Trainingsabend ihr Unwesen treiben. Sehr zum Leid der pflichtbewussten Kreisliga-Virtuosen, die besonders nach einem anstrengenden Tag auf der Maloche oder in der Uni auf 1-2 doch noch schöne Stunden des Tages hoffen. Blöd nur, wenn diese Vorfreude schnell verfliegt, nämlich aufgrund einiger Pappnasen, die die Trainingseinheit zu einer wahren Geduldprobe machen.
Aber schwallen wir nicht lange herum, kotzen wir uns gleich aus und zeigen mit dem Finger auf diejenigen, die uns abends auf oder neben dem Sportplatz ordentlich auf den Zeiger gehen. Zum Beispiel…

#Unpünktliche, die zu spät zum Training erscheinen

Immer wieder sind sie zu spät am Start, obwohl es keinen ersichtlichen Grund dafür gibt. Länger arbeiten müssen sie zumindest nicht. Vielmehr wird einfach nur rumgetrödelt oder bewusst zu spät gekommen, um z. B. das teils unbeliebte Aufwärmen nicht absolvieren zu müssen.

#Schwänzer, die gar nicht erst kommen

Noch schlimmer als die, die zu spät zum Training erscheinen sind diejenigen, die gar nicht erst auf dem Platz aufschlagen. Die Gründe sind oft sehr zweifelhaft, Geburtstag der Oma, Hamster der Freundin gestorben oder Überstunden, obwohl man arbeitslos ist.

#Heulsusen, denen alles zu anstrengend ist

Manchmal hat man das Gefühl, selbst ein lockerer Lauf über 25 Meter ist ihnen zu anstrengend. Egal welche Übung ansteht, ständig wird gejammert und geweint wie ein kleines Mädchen. Erst mit dem Bierchen nach dem Training werden sie wieder erträglich.

#Ignoranten, die keine Materialien tragen

Egal ob vor, während oder nach dem Training, Hütchen, Leibchen, Tore – sie werden zwar gesehen, aber konsequent und äußerst erfolgreich ignoriert. Selbst wenn die Übeltäter gerufen werden, packen sie nicht mit an. Vielmehr stellen sie die Ohren auf Durchzug oder haben eine fadenscheinige Ausrede.

#Faultiere, die auf dem Platz nur rumlungern

Schwitzen tun sie im Training eigentlich nie. Wie auch, wenn sie sich kaum bis gar nicht bewegen? Besonders wenn mal etwas Anstrengendes ansteht wird entweder schwer geschummelt oder eine Verletzung vorgetäuscht. Sich quälen? Um Gottes Willen, das sollen mal lieber andere machen.

#Schnarchnasen, die keine Übung kapieren

Einen einzigen Pass- oder Laufweg können sie sich gerade noch merken, aber wehe die Aufgabe wird etwas komplizierter, dann hört es ganz schnell auf. Regelmäßig bringen sie die einfachsten Übungen zum Scheitern, da sie entweder nicht aufpassen oder einfach zu blöd dafür sind.

#Drückeberger, die nicht helfen, Bälle zu suchen

Falls nach dem Training Bälle fehlen, müssen diese natürlich gesucht werden. Drückeberger verschwinden dann lieber schnell in der Kabine, stellen sich dort unter die warme Dusche oder zischen sich schon mal ein Bierchen, während sich die anderen noch durch das Gebüsch schlagen müssen.

#Wellness-Typen, die die Dusche allein für sich beanspruchen

Sieht man sie unter der Dusche, könnte man denken, sie wären im Spa. Genüsslich aalen sie sich unter der Brause und lassen das erquickende Nass über ihren Körper gleiten. Stundenlang. Erst wenn das Wasser allmählich kalt wird, machen sie Platz für das Fußvolk.

#Schmarotzer, die nie Duschgel dabei haben

Jeden Abend nach dem Training die gleiche Frage in der Nasszelle: „Kannst du mir Duschgel leihen?“ Damit es nicht auffällt, fragen Schmarotzer dabei jedes Mal einen anderen. Meistens klappt diese Masche und so schnorren sie sich gefühlt eine komplette Saison ohne eigenes Reinigungszeug durch.

Und wie sind eure Erfahrungen so wochentags vor, während oder nach dem Training? Habt ihr es auch so verdammt schwer und müsst euch mit den oben genannten Personen herumschlagen? Oder gibt es bei euch sogar noch andere Übeltäter? Dann her damit! Verlinkt fleißig die Strategen, die euch frusten, zeigt mit dem Finger auf sie und sagt ihnen knallhart: SO GEHT ES NICHT! 😉

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Thomas Bentler

Autor, Trainer & Fußballliebhaber in Personalunion

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